Antifrost-Windmaschine

Immer häufiger kam es in den letzten Jahren vor, dass durch späten Frost im Frühling Obst- und Christbaumkulturen massiven Schaden davontrugen. Eine völlig umweltfreundliche Methode, dem Frost entgegenzuwirken bieten sogenannte „Antifrost-Windmaschinen“, wie sie zum Teil auch schon auf Fachmessen/Fachtagungen für Christbaumzüchter als mögliche Lösung vorgestellt wurden.

Hier sehen Sie ein Video von der Anwendung der Windmaschine.

Die bisherigen Windmaschinen arbeiten mit vertikalen Ventilatoren und sind auf Hanglagen nur bedingt einsetzbar. Fritz Paar hatte die Idee einer Windmaschine, deren Ventilator sich horizontal bewegt und somit die wärmere Luft von oben ansaugt, um diese dann in die Kultur zu blasen. Für Hanglagen ist es auch erforderlich, Geräte zu entwickeln, deren Windtrichter im Neigungswinkel an die Lage angepasst werden kann. Für die Verwirklichung dieser Maschine hat Paar den innovativen „ IdeenSchmied“ Christian Rath (Rath Metalltechnik aus Rudersdorf) gewinnen können. Gemeinsam haben sie den ersten Prototyp gebaut.

So wird die kalte Luft verblasen

Die Antifrost-Windmaschine von Paar&Rath ist für den Traktor-Dreipunktanbau der Kat. 2/3 konzipiert. Angetrieben wird die Maschine mit der Zapfwelle. Alle Einstellungen wie z.B. die Neigung, die Abstellstützen etc. werden hydraulisch getätigt. Die Windmaschine hat einen horizontal aufgerichteten 10-FlügeligenVentilator ( 180 cm). Sie saugt die Luft von der wärmeren Invasionsschicht von oben an und bläst sie in die Kultur. Dabei dreht sich der Windtrichter um 360°. Eine Rundumdrehung dauert rund vier Minuten. Die Geschwindigkeit lässt sich mit einem Öldrosselventil stufenlos verstellen. Der Ventilator hat eine Nenndrehzahl von 900 U/min. Laut Hersteller beträgt die Luftleistung bei Nenndrehzahl 253.000 m3/h. Die Maschine kann Hangneigungen bis zu 25° ausgleichen. In Längsrichtung sind sogar bis 40° möglich.Der Leistungsbedarf beträgt ungefähr 75 kW/102 PS. Für einen sicheren Betrieb dieses Dreipunkt-Bewinders sollte der Traktor ein Mindestgewicht von rund 3.5 Tonnen haben. Das Eigengewicht der Windmaschine beträgt rund 1.200 kg.


In Arbeitsstellung ist die Windmaschine über sechs Meter hoch. Für den Transport lässt sich das Gerät mit einem Parallelogramm auf etwa 2,50 Meter absenken. Die Transportbreite beträgt kompakte 2,35 Meter. Diese Maschine bietet eine kostengünstige Option (Richtpreis 25.000 Euro) für frostgefährdete Lagen und kann nach ersten Schätzungen eine Fläche von etwa 3-4 Hektar schützen. Erste Versuche haben gezeigt, dass in einem Radius von 100 Metern noch eine deutlich spürbare Luftbewegung gegeben ist.

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Die Maschine muss durch die hydraulisch einstellbaren Stützbeine und dem hydraulischen Oberlenker senkrecht ausgerichtet werden, dazu ist einer Wasserwaage fix eingebaut. Der Kopf ist schwenkbar und wird dem Gelände angepasst.

Technischen Daten
 

Dreipunkteanbau: Kat. 2/3
Antrieb: Zapfwelle 1.000 U/min
Leistungsbedarf: 75 kW/102 PS
Ventilator: 10 Flügel / Durchmesser 180 oder 200 cm
Nenndrehzahl: 900 U/min
Luftleistung bei Nenndrehzahl: 253.000 m3/h
Stufenloser Neigungsausgleich: bis 25 Grad in alle Richtungen / bis 40 Grad in Längsrichtung
Höhe: Arbeitsstellung: ca. 6 m / Transportstellung: ca. 2,9 m
Transportbreite / Transportlänge: 2,35 m / 2,75 m
Eigengewicht: 1.210 kg
Empfohlener Traktor: mind. 3.500 kg Eigengewicht
Entwickler: Rath Metalltechnik

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In Arbeitsstellung ist die Windmaschine ca. sechs Meter hoch. 

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Die wärmere Luft wird von oben angesaugt und in die Obstkulturen geblasen, dadurch wird die kältere Luft verblasen.

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Das Gerät wird für den Transport kompakt zusammengefaltet. Die Maschine kann Hangneigungen bis zu 25° ausgleichen. In Längsrichtung sind sogar bis 40° möglich.